Angst ist eigentlich etwas
ganz Normales. Jeder hat Angst und kennt die dabei
entstehenden Gefühle. Sie
ist ein ganz natürlicher Schutzmechanismus und für
unser Überleben unverzichtbar. Aber diese sinnvolle
Angst kann auch außer Kontrolle geraten. Sie tritt
dann zum Beispiel ganz plötzlich, ohne erkennbaren
Anlass oder Grund, auf. Es stellen sich Panikattacken
ein. Das Herz rast, man ist schweißgebadet, der Magen
schmerzt. Diese Angstgefühle können sich bis zur
Todesangst steigern. Es gibt noch viele andere Formen.
Angst vor Kontakt mit anderen Menschen, vor öffentlichen
Plätzen, Höhenangst, Zwangsverhalten, eine generelle
Angst, die das ganze Leben umfasst, um nur einige
zu nennen. Manchmal sind diese Angstgefühle dann
so groß, dass man nicht mehr die eigene Wohnung verlassen
kann.
Dies sind alles nur Beispiele, die aber eines
gemeinsam haben. Die Angst ist zur Krankheit geworden.
Sie beeinflusst das ganze Leben und schränkt die
Lebensqualität ein. Es können Partnerschaften und
berufliche Existenzen daran zerbrechen. Oft stellt
sich auch eine Abhängigkeit von Medikamenten ein.
Nicht wir haben mehr die Kontrolle über unser Leben,
sondern die Angst.
Wenn sie Wege aus dieser Angst suchen, wenn sie
ihr Leben wieder selbst bestimmen und sich wie
auch anderen helfen möchten, sind sie herzlich
bei unserer Selbsthilfegruppe eingeladen!
Bei regelmäßigen Treffen, versuchen wir uns gegenseitig
in der Bekämpfung unserer Ängste zu unterstützen.
Oft hilft es auch schon, wenn man von seinen Problemen
erzählt und Zuhörer findet, die dafür Verständnis
haben. Denn viele Nichtbetroffenen reagieren mit
Unverständnis oder wir verschweigen aus Scham unser
Problem. Wir geben uns gegenseitig Anregungen zur
Bewältigung von Ängsten, weil man auf seinem persönlichen
Weg aus der Angst heraus Erfahrungen sammelt, von
denen andere profitieren können.
Auch außerhalb dieser Gesprächsrunden treffen
wir uns auf freiwilliger Basis in der Freizeit,
um beispielsweise einmal zusammen ins Restaurant
oder Kino zu gehen.